... an Erkenntnissen aus der Geschichte der Menschheit mit Bedeutung sowohl für die Gegenwart wie auch für deren Zukunft
Denn im Unglück pflegen die Menschen früher zu altern.
Hesiod (* vor 700 v.u.Z.), griechischer Dichter
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.
Äsop (um 600 v.u.Z.), ev. griechischer Sklave
Auch eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.
Schöne Worte sind nicht immer wahr. Wahre Worte sind nicht immer schön.
Laotse (um 600 v.u.Z.), chinesischer Philosoph
Das Gestern ist fort - das Morgen nicht da. Leb also heute!
Pythagoras von Samos (ca. 570 - ca. 510 v.u.Z.), griech. Philospoh und Mathematiker
Der Mensch lebt durch Geradheit. Ohne sie lebt er nur von glücklichen Umständen und rechtzeitigem Ausweichen.
Der Mensch kennt dreierlei Wege klug zu handeln. Erstens durch Nachdenken - das ist der Edelste, zweitens durch Nachahmen - das ist der leichteste und drittens durch Erfahrung - das ist der bitterste.
Der sittliche Mensch liebt seine Seele, der gewöhnliche sein Eigentum.
Ein anständiger Mensch missbraucht andere nicht als Mittel zum Zweck.
Es ist besser, ein kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.
Es ist nicht wichtig wie langsam du gehst, sofern du nicht stehen bleibst.
Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von anderen. So wird dir Ärger erspart bleiben.
Lernen ohne nachzudenken ist verlorene Zeit; nachzudenken ohne zu lernen, ist von Übel.
Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich.
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht einen Zweiten.
Konfuzius (551 - 469 v.u.Z.), chinesischer Philosoph
Esel ziehen Häcksel dem Gold vor. Es steht in deinem Belieben, daraus eigene Schlüsse zu ziehen.
Eigendünckel ist Rückschritt des Fortschritts.
Wo keine Bewegung ist, herrscht Verfall.
Heraklit von Ephesus (ca. 520 - 460 v.u.Z.), griechischer Philospoh
Lerne loszulassen, das ist der Schlüssel zum Glück.
Wer seinen Wohlstand vermehren möchte, der sollte sich an den Bienen ein Beispiel nehmen. Sie sammeln den Honig, ohne die Blumen zu zerstören. Sie sind sogar nützlich für die Blumen. Sammle deinen Reichtum ohne seine Quellen zu zerstören, dann wird er beständig zunehmen.
Buddha (Siddharta Gautama) (um 500 v.u.Z.), indischer Religionsgründer
Bevor du etwas sagst, lasse deine Worte durch drei Siebe schreiten: Sind sie wahr? Sind sie gut? Sind sie nützlich?
So oft Sokrates über den Markt ging, pflegte er beim Anblick der Waren, die dort in Hülle und Fülle feilgeboten wurden, auszurufen: "Wie zahlreich sind doch die Dinge, denen ich nicht bedarf!"
"... und ist der Schüler nicht wenigstens die Hälfte des Weges alleine gegangen, so hat er nichts gelernt."
Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.
Sokrates (469 - 399 v.u.Z.), griechischer Philosoph
Das Leben ist eine Komödie für den Denkenden und eine Tragödie für die, welche fühlen.
Hippokrates von Kos (um 460 - um 370 v.u.Z.), griechischer Arzt und Lehrer
Nicht viel, sondern wahr soll man reden.
Das Wort ist nur der Tat Schatten.
Mut steht am Anfang des Handelns. Glück am Ende.
Viele, die die schändlichsten Dinge tun, führen die trefflichsten Reden.
Demokrit (460 - 370 v.u.Z.), griechischer Naturphilosoph
Der Zugang zur Macht muss Menschen vorbehalten bleiben, die nicht in sie verliebt sind.
Niemand schafft größeres Unrecht als der, der es in Form des Rechts begeht.
Platon (427 - 348 v.u.Z.), griechischer Philosoph
Die Natur macht nichts vergebens und schafft nichts Überflüssiges.
Freundschaft, das ist eine Seele in zwei Körpern.
Glück ist Selbstgenügsamkeit.
Wenn auf der Erde die Liebe herrschte, wären alle Gesetze entbehrlich.
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
Aristoteles (384 - 322 v.u.Z.), griechischer Gelehrter
Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen darüber machen uns glücklich oder unglücklich.
Epikur (341 - 270 v.u.Z.), griechischer Philosoph
Alea iacta est (Der Würfel ist gefallen)
Gaius Julius Caesar (100 - 44 v.u.Z.) römischer Staatsmann u. Schriftsteller
Steter Tropfen höhlt den Stein.
Titus Lucretius Carus (um 97 - 55 v.u.Z.), römischer Dichter
Der Berg kreißte und gebahr ... eine Maus.
Quintus Horatius Flaccu (Horaz) (65 - 8 v.u.Z.), römischer Dichter
Wehret den Anfängen ...
Publius Ovidus Naso (Ovid) (43 v.u.Z. - 17 u.Z.), römischer Dichter
Den Charakter kann man auch aus den kleinsten Handlungen erkennen.
Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.
Glücklich ist nicht, wer anderen so vorkommt, sondern wer sich selbst dafür hält.
Lang ist der Weg durch Lehren, kurz und wirksam durch Beispiele.
Nicht die ans Licht gekommenen Wahrheiten fördern Revolutionen, sondern Wahrheiten, die unterdrückt wurden.
Weise Lebensführung gelingt keinem Menschen durch Zufall. Man muss, solange man lebt, lernen, wie man leben soll.
Lucius Annaeus Seneca (4 v.u.Z. - 65 u.Z.), römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher u. Schriftsteller
Der Wein ist unter den Getränken das Nützlichste, unter den Arzeneien das Schmackhafteste, unter den Nahrungsmitteln das Angenehmste.
Plutarch (ca. 45 - ca. 125), griechischer Schriftsteller und Philosoph
Undank ist der Welt Lohn.
2. Korinther 12, 11-18
Denke nicht so oft an das, was dir fehlt, sondern an das, was du hast.
Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken.
Marcus Aurelius (121 - 180), römischer Kaiser und Philosoph
Die Seele nährt sich von dem, worüber sie sich freut.
Aurelius Augustus (354 - 430), aus Nordafrika stammender lateinischer Kirchenlehrer
Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dabei dienstbar zur Hand geht.
Papst Gregor d. Große (ca. 540 - 604)
Wenn das, was ich schrieb, anderen missfällt, so habe ich doch selber meine Freude daran gehabt.
Roswitha von Gandersheim (ca. 935 - 968), erste deutsche Schriftstellerin und Kanonisse im Stift Gandersheim
Geniale Menschen beginnen große Werke, fleißige Menschen vollenden sie.
Leonardo da Vinci (1452 - 1519), italienischer Universalgelehrter
Den Kopf hochzuhalten ist das Merkmal des Menschseins.
Giovanni Pico della Mirandola (1463 - 1494), italienischer Philosoph
Denn es ist besser mit eigenen Augen zu sehen als mit fremden.
Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.
Wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.
Wo Geld ist, da ist der Teufel, und wo keines ist, da ist er zweimal.
Martin Luther (1483 - 1546)
Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.
Paracelsus (Theophrastus Bombast von Hohenheim) (1493/1494 - 1541), schweizerisch-österreichischer Arzt
Ein Sprichwort ist ein kurzer Satz, der sich auf lange Erfahrung gründet.
Miguel de Servantes Saavedra (1547 - 1616), spanischer Dichter
Es gibt mehr Dinge im Himmel und auf Erden, als eure Schulweisheit sich träumt.
Etwas ist faul im Staate Dänemarks. (Hamlet)
Hohle Köpfe haben den lautesten Klang. (Heinrich v.)
William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dramatiker
Die Natur ist unerbittlich und unveränderlich, und es ist ihr gleichgültig, ob die verborgenen Gründe und Arten ihres Handelns dem Menschen verständlich sind oder nicht.
Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden soll.
Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.
Galileo Galilei (1564 - 1642), italienischer Universalgelehrter
Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe.
René Descartes (1596 - 1620), französischer Philosoph, Mathematiker und Naturforscher
Bescheidenheit ist die schlimmste Form der Eitelkeit.
Das sicherste Zeichen des wahrhaft verständigen Menschen ist Neidlosigkeit.
Höchste Narrheit ist aus der höchsten Weisheit gewebt.
Jedermann klagt über sein Gedächtnis, niemand über seinen Verstand.
Mittelmäßige Geister verurteilen gewöhnlich alles, was über ihren Horizont geht.
Niemals ist man so glücklich oder unglücklich wie man glaubt.
François de La Rochefoucauld (1613 - 1680), französischer Militär, Literat und Moralist
Neugier ist eine Tochter der Eifersucht.
Wie leicht doch bildet man sich eine Meinung, geblendet von dem Glanz der äußeren Erscheinung.
Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.
Moliere (1622 - 1673), französischer Schauspieler und Komödiendichter
Das Herz hat für so manches seine guten Gründe, die die Vernunft garnicht kennt.
Das Unglück der Menschen besteht in ihrer Unfähigkeit, in Ruhe in ihrem Zimmer zu bleiben.
Blaise Pascal (1623 - 1662), franz. Mathematiker, Physiker, Erfinder, Literat und christ. Philosoph
Jemanden vergessen wollen, heißt an ihn zu denken.
Wieviele Jahrhunderte sind verflossen, ehe die Menschen in den Wissenschaften und in den Künsten zum Geschmack der Alten zurückkehrten und endlich das Einfache und Natürliche wieder zur Richtschnur nahmen.
Jean de La Bruyere (1645 - 1696), französischer Schriftsteller
Alles, was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen.
Das erste Gesetz der Freundschaft lautet, dass sie gepflegt werden muss. Das zweite lautet: Sei nachsichtig, wenn das erste verletzt wird.
Ich mag verdammen was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.
Voltaire (François-Marie Arouet) (1694 - 1778), franz. Philosoph und Schriftsteller
Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und gib mir die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden.
Friedrich Christoph Oetinger (1702 - 1782), deutscher Theologe
Nach Leiden und Verlusten werden die Menschen bescheidener und weiser.
Benjamin Franklin (1706 - 1790), amerikanischer Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Staatsmann
Der Mensch ist frei geboren, und überall liegt er in Ketten.
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.
Die Vernunft formt den Menschen, das Gefühl leitet ihn.
Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778), schweizerisch-französischer Schriftsteller, Philosoph, Pädagoge, Naturforscher u. Komponist
Der Mut hat mehr Mittel gegen das Unglück als die Vernunft.
Marquis de Vauvenargues (1715 - 1747), französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller
Die Vernunft und auf Vernunft begründete Gesetze sollten die einzigen Herrscher über die Menschen sein.
Nicolas Antoine Boulanger (1722 - 1759), frz. Wissenschaftler, philosphischer Historiker u. Enzyklopädist
Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.
Der Ziellose erleidet sein Schicksal - der Zielbewusste gestaltet es.
Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne (Der kategorische Imperativ).
Immanuel Kant (1724 - 1804), deutscher Philosoph
Beide schaden sich selbst: der, der zu viel verspricht und der, der zu viel erwartet.
Der aus Büchern erworbene Reichtum fremder Erfahrungen heißt Gelehrsamkeit. Eigene Erfahrung ist Weisheit. Das kleinste Kapital von dieser ist mehr wert, als Millionen von jener.
Die Geschichte soll nicht das Gedächtnis beschweren, sondern den Verstand erleuchten.
Wer über gewisse Dinge nicht den Verstand verliert, der hat keinen zu verlieren.
Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781), deutscher Dramatiker
Sei höflich zu allen, aber freundschaftlich mit wenigen; und diese wenigen sollen sich bewähren, ehe du ihnen Vertrauen schenkst.
George Washington (1732 - 1799), Erster Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
Beurteile einen Menschen lieber nach seinen Handlungen, als nach seinen Worten, denn viele handeln schlecht und sprechen vortrefflich.
Die Freiheit besteht darin, dass man alles tun kann, was anderen nicht schadet.
Niemand ist frei, der nicht über sich selbst Herr ist.
Matthias Claudius (1740 - 1815), deutscher Dichter und Journalist
Die Fähigkeit, das Wort NEIN auszusprechen, ist der erste Schritt zur Freiheit.
Unentschlossenheit, Ängstlichkeit ist für Geist und Seele, was Folter für den Körper.
Nicolas-Sébastian de Chamfort (1741 - 1794), franz. Schriftsteller und Moralist
Es ist unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemanden den Bart zu sengen.
Die feinste Satire ist unstreitig die, deren Spott mit so wenig Bosheit und so vieler Überzeugung verbunden ist, das er selbst diejenigen zum Lächeln nötigt, die er trifft.
Die Fliege, die nicht geklappt sein will, setzt sich am sichersten auf die Klappe selbst.
Die gefährlichsten Unwahrheiten sind Wahrheiten mäßig entstellt.
Die Menschen sind in ihren Anlagen alle gleich, nur die Verhältnisse machen den Unterschied.
Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es besser werden soll.
Man muss die Menschen nicht nach ihren Meinungen beurteilen, sondern nach dem, was diese Meinungen aus ihnen machen.
Wer alles ernst nimmt, was die Menschen sagen, darf sich nicht über die Menschen beklagen. Alles Reden ist meist nur Gered. Weiß man erst, was dahinter steht, lässt man´s klappern wie die Mühlen am Bach ud geht stillfein in sein eigen Gemach.
Wer einen Engel sucht und nur auf die Flügel schaut, könnte eine Gans nach hause bringen.
Wo Mäßigung ein Fehler ist, da ist Gleichgültigkeit ein Verbrechen.
Georg Christoph Lichtenberg (1742 - 1799), deutscher Physiker u. Schriftsteller
In der Dummheit ist eine Zuversicht, worüber man rasend werden möchte.
Friedrich Heinrich Jakob (1743 - 1819), dt. Schriftsteller u. Philosoph
Glück bedeutet, keine Schmerzen im Körper und keine Sorgen im Geist zu haben.
Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht.
Thomas Jefferson (1743 - 1826), amerikanischer Politiker, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten
Ohne Begeisterung schlafen die besten Kräfte unseres Gemüts. Es ist ein Zunder in uns, der funken will.
Johann Gottfried von Herder (1744 - 1803), dt. Theologe und Dichter
Man muss der Macht immer misstrauen, in wessen Hand sie auch liegt.
Sir William Jones (1746 - 1794)
Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen.
Durch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charkater als durch das, was sie lächerlich finden.
In Partnerschaften muss man sich manchmal streiten, denn dadurch erfährt man mehr voneinander.
Mit dem Wissen wächst der Zweifel.
Mit einem Herren steht es gut, der, was er befohlen, selber tut.
Nichts bessres weiß ich mir an Sonn- u. Feiertagen als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei, wenn hinten, weit in der Türkei, die Völker aufeinanderschlagen. Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus und sieht den Fluss hinab die bunten Schiffe gleiten. Dann kehrt man abends froh nach Haus und segnet Fried und Friedenszeiten. ... Ach ja Herr Nachbar, ja, so lass ich´s auch geschehn: Sie mögen sich die Köpfe spalten, mag alles durcheinander gehn: Doch nur zu Hause bleibt´s beim Alten. (Faust, 1806)
Was du ererbt hast von den Vätern, erwirb es, um es zu besitzen.
Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernüftig fragen.
Wir alle sind so borniert, dass wir immer glauben, recht zu haben.
Wo viel Licht ist, ist starker Schatten (Götz von Berlichingen, 1773).
Zwei Dinge sollten Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.
Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)
Es gehört nur wenig Mut dazu, nicht das zu tun, was alle tun.
Joseph Joubert (1754 - 1824), französischer Moralist und Essayist
Diplomaten ärgern sich nie. Sie machen sich Notizen.
Hochverrat ist eine Frage des Datums.
Charles Maurice de Talleyrand (1754 - 1838), französischer Staatsmann
Beobacht´ und denke nach, um die Wahrheit zu erkennen. Glaube nichts, was der Vernunft widerspricht. Täusche weder dich selbst noch andere.
Es kann der Frömmste nicht im Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt (aus Wilhelm Tell).
Wer nicht genießt, wird ungenießbar.
Friedrich von Schiller (1759 - 1805)
Faulheit ist Dummheit des Körpers, Dummheit ist Faulheit des Geistes.
Wer die anderen neben sich klein macht, ist nie groß.
Johann Gottfried Seume (1763 - 1810), deutscher Schriftsteller und Dichter
Mut besteht nicht darin, dass man eine Gefahr blind übersieht, sondern darin dass man sie sehend überwindet.
Unsere größten Erlebnisse sind nicht die lautesten, sondern unsere stillsten Stunden.
Johann Paul Friedrich Richter (Jean Paul) (1763 - 1825), deutscher Schriftsteller
Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft.
Wilhelm von Humboldt (1767 - 1835), deutscher Gelehrter, Schriftsteller und Staatsmann
Vom Erhabenen zum Lächerlichen ist es nur ein kleiner Schritt.
Napoleon Bonaparte (1769 - 1821), französischer General und Kaiser
Am schlimmsten ist die Weltanschaunung derer, die die Welt nie angeschaut haben.
Alexander von Humboldt (1769 - 1859), deutscher Naturforscher
Blicke in die schöne Natur und beruhige dein Gemüt.
Ludwig van Beethoven (1770 - 1827), deutscher Komponist
Das Urteil, das die Schule fällt, kann so wenig etwas Fertiges sein, als der Mensch in ihr fertig ist.
Der Widerspruch ist das Erheben der Vernunft über die Beschränkungen des Verstandes.
Georg Friedrich Wilhelm Hegel (1770 - 1831), deutscher Philosoph
Es ist gut, dass niemand fehlerfrei ist; denn er würde keinen einzigen Freund in der Welt haben.
Willian Hazlitt (1778 - 1830), englischer Essayist und Schriftsteller
In der Geschichte hat Alles, auch das Geringere, seinen Reiz und sein Recht.
Jacob Grimm (1785 - 1863), deutscher Sprachwissenschaftler
Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.
Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.
Meistens bekehrt erst der Verlust uns über den Wert der Dinge.
Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand.
Pünktlich sind die Gewissenhaften und die Neugierigen.
Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt.
Arthur Schopenhauer (1788 - 1860), dt. Philosoph und Hochschullehrer
Mit der Zeit belohnt und straft und rächt sich alles.
Leopold von Ranke (1795 - 1886), deutscher Historiker
Der Mensch kennt alle Dinge der Erde, aber den Menschen kennt er nicht.
Jeremias Gotthelf (1797 - 1854), schweizer Schriftsteller
Die erste Pflicht derer, die eine hohe Stellung bekleiden, ist die, den anderen mit gutem Beispiel voranzugehen.
Massimo Taparelli (1798 - 1866), ital. Schriftsteller, Maler und Politiker
Der größte Lump im ganzen Land, ist und bleibt der Denunziant.
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874), dt. Dichter und Philologe
Du kannst wählen zwischen der Wahrheit und der Ruhe, aber beides zugleich kannst du nicht haben.
Ralph Waldo Emerson (1802 - 1882), US-amerikanischer Philosoph
Zu glauben ist schwer. Nichts zu glauben ist unmöglich.
Victor Hugo (1802 - 1885), franz. Schriftsteller
Die Wahrheit kann warten, sie ist es gewohnt.
Douglas William Jerrold (1803 - 1857), englischer Dramatiker
Ich bin verpflichtet, meinen Gegern Argumente zu liefern, aber nicht Verstand.
Benjamin Disraeli Earl of Beaconsfield (1804 - 1881), engl. Politiker u. Romancier
Die Welt hat nie eine gute Definition für das Wort Freiheit gefunden.
Halte dir jeden Tag dreißig Minuten für deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen.
Kein Mensch ist gut genug, einen anderen Menschen ohne dessen Zustimmung zu regieren.
Man kann den Menschen nicht auf Dauer helfen, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können und sollten.
Wer anderen die Freiheit verweigert, verdient sie nicht für sich selbst.
Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.
Abraham Lincoln (1809 - 1865), 1. US-Präsident
Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand.
Charles Darwin (1809 - 1882), britischer Naturforscher
Ein ganzes Unglück verdrießt uns nicht so sehr wie ein nur zur Hälfte eingetroffenes Glück.
Karl Ferdinand Gutzow (1811 - 1878), dt. Schriftsteller, Dramatiker und Journalist
Glücklich, wer mit den Verhältnissen zu brechen versteht, ehe sie ihn gebrochen haben.
Franz Liszt (1811 - 1886), Komponist, Dirigent u. Musiklehrer
Ich brauche Informationen, eine Meinung bilde ich mir selbst.
Wir alle gehen ins Tal hinab, in welchem Alter wir auch stehen, denn die Zeit hält keinen Augenblick still.
Charles Dickens (1812 - 1870), englischer Schriftsteller
Das Vergleichen ist des Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.
Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts verstanden werden, aber nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden.
Sören Kierkegaard (1813 - 1855), dänischer Philosoph
Das Gewissen ist die Wunde, die nie heilt und an der keiner stirbt.
Der Utopist sieht das Paradies, der Realist das Paradies plus Schlange.
Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
Es gibt auch Spiegel, in denen man erkennen kann, was einem fehlt.
Friedrich Hebbel (1813 - 1863), deutscher Dichter und Dramatiker
Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite Generation verwaltet das Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt.
Otto von Bismarck (1815 - 1898), deutscher Politiker
Autorität wie Vetrauen werden durch nichts mehr erschüttert als das Gefühl, ungerecht behandelt zu werden.
Theodor Storm (1817 - 1888), deutscher Schriftsteller und Jurist
Die Geschichte liebt es bisweilen, sich auf einen Menschen zu verdichten, welchem hierauf die Welt gehorcht.
Jakob Burckhardt (1818 - 1897), schweizer Historiker
Der Kompromiss ist ein guter Schirm, aber ein schlechtes Dach.
James Russel Lowell (1819 - 1891), amerikanischer Lyriker, Herausgeber, Hochschullehrer u. Diplomat
Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf.
Es gibt viele Hähne, die meinen, dass ihretwegen die Sonne aufgeht.
In der Aufstellung unserer Grundsätze sind wir strenger als in der Befolgung.
Wenn man glücklich ist, soll man nicht noch glücklicher sein wollen.
Wer nicht weiß, dass er eine Maske trägt, der trägt sie am vollkommensten.
Theodor Fontane (1819 - 1898), deutscher Schriftsteller
Einbildung mag einen Menschen aufblasen, aber nie stützen.
John Ruskin (1819 - 1900), brit. Schriftsteller, Maler,. Kunsthistoriker u. Sozialphilosoph
Jahrhundertelang war es eine Sache des Fortschritts, das Recht des Feldes eindeutig zu vertreten; jetzt ist es dagegen auch eine Sache des Fortschritts, das Recht der Wildnis zu vertreten.
Wilhelm Heinrich von Riehl (1823 - 1897), Ahnherr des bayerischen Naturschutzes
Man kann ohne Liebe Holz hacken, Ziegel formen, Eisen schmieden. Aber man kann nicht ohne Liebe mit Menschen umgehen.
Lew Tolstoi (1828 - 1910), russischer Schriftsteller
Eine kleine Härte zur rechten Zeit hat schon oft ein großes Unglück verhindert.
Friedrich Spielhagen (1829 - 1911), deutscher Schriftsteller
Dass so viel Ungezogenheit gut durch die Welt kommt, daran ist die Wohlerzogenheit schuld.
Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit: Sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.
Die Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins.
Die Leute, denen man nie widerspricht, sind entweder die, welche man am meisten liebt, oder die, welche man am wenigsten achtet.
Ein Urteil lässt sich widerlegen, aber niemals ein Vorurteil.
Es würde sehr wenig Böses auf Erden getan werden, wenn das Böse niemals im Namen des Guten getan werden könnte.
In der Jugend lernt, im Alter versteht man.
Für das Können gibt es nur einen Beweis: das Tun.
Je ungebildeter ein Mensch, desto schneller ist er mit einer Ausrede fertig.
Misstraue deinem Urteil, sobald du darin den Schatten eines persönlichen Motivs entdecken kannst.
Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.
Nur die allergescheitesten Leute benützen ihren Scharfsinn zur Beurteilung nicht bloß anderer, sondern ihrer selbst.
Solange man selbst redet, erfährt man nichts.
Wir unterschätzen das, was wir haben und überschätzen das, was wir sind.
Überlege einmal, bevor du gibst, überlege zweimal, bevor du annimmst, und tausendmal bevor du verlangst.
Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), österr. Schriftstellerin
Sie behaupten, unsere Erde gehört ihnen. Seht Brüder, der Frühling ist da. Die Sonne hat die Erde umarmt. Bald werden wir die Kinder dieser Liebe sehen. Jeder Same, jedes Tier ist erwacht. Dieselbe Kraft hat auch uns geboren. Darum gewähren wir auch unseren Mitmenschen und unseren Freunden, den Tieren, die gleichen Rechte wie uns, auf dieser Erde zu leben. Aber hört Brüder. Jetzt haben wir es mit einer anderen Art zu tun. Sie waren wenige und schwach; jetzt aber sind es viele und sie sind stark und überheblich. Es ist kaum zu glauben, sie wollen die Erde umpflügen. Habgier ist ihre Krankheit. Sie haben viele Gesetze gemacht und die Reichen dürfen sie brechen, die Armen aber nicht! Sie nehmen das Geld der Armen und Schwachen, um die Reichen und Starken damit zu stützen. Sie sagen, unsere Mutter Erde gehöre Ihnen; sie zäunen uns, ihre Nachbarn, von unserer Mutter ab. Sie beschmutzen unsere Mutter mit ihren Gebäuden und ihrem Abfall. Sie zwingen unsere Mutter, zur Unzeit zu gebären. Und wenn sie keine Frucht mehr trägt, geben sie ihr Medizin, auf das sie auf neue gebären soll. Was sie tun ist nicht heilig. Sie sind wie ein Fluss zur Zeit des Hochwassers. Im Frühling tritt er über die Ufer und zerstört alles auf seinem Wege.
Tatanka Yotanka (Sitting Bull) (1831 - 1890), Lakota-Häuptling
Das Genie macht die Fußstapfen, und das nachfolgende Talent tritt in diesselben hinein, tritt sie aber schief.
Ein Freund ist jemand, der deinen kaputten Zaun übersieht, aber die Blumen deines Gartens bewundert.
Wilhelm Raabe (1831 - 1910), deutscher Schriftsteller
Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.
Einszweidrei, im Sauseschritt läuft die Zeit, wir laufen mit.
Glück entsteht oft durch Ausmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.
Wer in die Fußstapfen anderer tritt hinterlässt keine eigenen Spuren.
Wilhelm Busch (1832 - 1908), dt. Dichter und Zeichner
Man muss lernen, nein zu sagen. Das nützt einem mehr, als Latein lesen zu können.
Charles Haddon Spurgeon (1834 - 1892), englischer Baptistenpastor
Große Männer sind fast immer schlechte Menschen.
Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut.
Lord John Dalberg-Acton (1834 - 1902), englischer Gelehrter
Alle Lebewesen außer den Menschen wissen, dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen.
Samuel Butler (1835 - 1902), britischer Schriftsteller
Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das erröten kann. Es ist aber auch das einzige, das Grund dazu hat.
Ein Dutzend verlogener Komplimente ist leichter zu ertragen als ein einziger aufrichtiger Tadel.
Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe anzieht.
Es ist leichter die Menschen zu täuschen, als sie davon zu überzeugen, dass sie getäuscht wurden.
Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde lesen können.
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.
Gut sein ist edel, aber anderen zeigen, wie sie gut sein sollen, ist edler und macht weniger Mühe.
Jeder ist ein Mond und hat eine dunkle Seite, die er niemaden zeigt.
Kein Breitengrad, der nicht dächte, er wäre Äquator geworden, wenn alles mit rechten Dingen zugegangen wäre.
Männer, die behaupten, sie seien die uneingeschränkten Herren im Haus, lügen auch bei anderen Gelegenheiten.
Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis die Sache sich durchgesetzt hat.
Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann.
Wir schätzen die Menschen, die frisch und offen ihre Meinung sagen - vorausgesetzt, sie meinen dasselbe wie wir.
Mark Twain (1835 - 1911), US-amerikanischer Schriftsteller
Diplomatie ist die Kunst, einen Hund so lange zu streicheln, bis Maulkorb und Leine fertig sind
François Félix Faure (1841 - 1899), französischer Politiker
Erst muss man wissen, was man will, dann muss man den Mut haben, es zu sagen, und anschließend die Tatkraft, es zu tun.
Georges Clemenceau (1841 - 1929), französischer Journalist und Politiker
Werbung ist der Versuch, das Denkvermögen des Menschen so lange außer Takt zu setzen, bis er genügend Geld ausgegeben hat.
Ambrose Gwinnet Bierce (1842 - 1914), US-amerikanischer Journalist und Schriftsteller
Arm ist nicht, wer wenig hat, sondern wer viel braucht.
Peter Rosegger (1843 - 1918), österreichischer Schriftsteller und Poet
`Das habe ich getan`, sagt mein Gedächtnis. `Das kann ich nicht getan haben`, sagt mein Stolz und bleibt unerbittlich. Endlich - gibt das Gedächtnis nach.
Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens.
Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), deutscher klassischer Philologe und Philosoph
Wenn 50 Millionen etwas Dummes sagen, bleibt es trotzdem eine Dummheit.
Anatole France (1844 - 1924), französischer Schriftsteller
Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden, ist wohl das schönste Glück auf Erden.
Carl Spitteler (1845 - 1924), schweizer Dichter und Schriftsteller
Schreibe kurz - und sie werden es lesen. Schreibe klar - und sie werden es verstehen. Schreibe bildhaft - und sie werden es im Gedächtnis behalten.
Joseph Pulitzer (1847 - 1911), ungarisch-amerikanischer Journalist und Verleger
Unsere größte Schwäche liegt im Aufgeben. Der sicherste Weg zum Erfolg ist immer, es noch einmal zu versuchen.
Zweifel klettert auf den Baum der Erkenntnis, Rechthaben hängt sich an ihm auf.
Thomas Alva Edison (1847 - 1931), US-amerikanischer Erfinder
Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte. (1933 in Anbetracht des beginnenden Nationalsozialismus)
Max Liebermann (1847 - 1935), dt. impressionistischer Maler und Grafiker
Kunst ist entweder Plagiat oder Revolution
Paul Gauguin (1848 - 1903), französischer Maler
Wer nicht gerne denkt, sollte wenigstens von Zeit zu Zeit seine Vorurteile neu gruppieren.
Luther Burbank (1849 - 1926), US-amerikanischer Pflanzenzüchter
Mancher Mensch hat ein großes Feuer in seiner Seele, und niemand kommt, um sich daran zu wärmen.
Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren.
Vincent van Gogh (1853 - 1890), niederländischer Maler und Zeichner
Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.
Auf seine eigene Art zu denken ist nicht selbstsüchtig. Wer nicht auf seine eigene Art denkt, denkt überhaupt nicht.
Das Ergebnis mancher gründlichen Untersuchung steht fest - bevor sie angestellt wird.
Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.
Die Öffentlichkeit hat eine unersättliche Neugier, alles zu wissen, nur nicht das Wissenswerte.
Die Welt ist eine Bühne, aber das Stück ist schlecht besetzt.
Ich gebe Ratschläge immer weiter. Es ist das einzige, was man damit tun kann.
Jeder von uns ist sein eigener Teufel, und wir machen uns diese Welt zu Hölle.
Wäre die Natur behaglich, hätten die Menschen die Architektur nicht erfunden.
Oscar Wilde (1854 - 1900), irischer Schriftsteller
Ein Freund ist jemand, der dich mag, obwohl er dich kennt.
Elbert Hubbard (1856 - 1915), amerikanischer Schriftsteller und Philosoph
Das Unbewusste ist viel moralischer, als das Bewusste wahrhaben will.
Derjenige, der zum ersten Mal an Stelle eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation.
Gegen Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos.
Sigmund Freud (1856 - 1939), östterreichischer Arzt und Psychologe
Alle großen Wahrheiten waren anfangs Blasphemien.
Die Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, dass wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen.
Die Strafe des Lügners ist nicht, dass ihm niemand mehr glaubt, sondern dass er selbst niemanden mehr glauben kann.
Erfahrungen sind Wegweiser - keine Lagerplätze.
Es ist leichter Leuten Ketten anzulegen, als sie ihnen abzunehmen, wenn die Ketten anständig aussehen.
Es kommt darauf an, sich von anderen zu unterscheiden; ein Engel im Himmel fällt niemanden auf.
Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe.
Je mehr ein Mensch sich schämt, desto anständiger ist er.
Vernunft ist manchmal nichts anderes als Mut zur Feigheit.
Was wir brauchen sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
George Bernard Shaw (1856 - 1950), irischer Dramatiker, Politiker und Satiriker
Ein schlechtes Gewissen ist der beste Beweis für ein gutes Gedächtnis.
Wer mit sich selbst im Frieden leben will, muss sich so akzeptieren, wie er ist.
Selma Lagerlöf (1858 - 1940), schwedische Schriftstellerin
Die Freundschaft ist eine Kunst der Distanz, so wie die Liebe eine Kunst der Nähe ist.
Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang, für den Wissenschaftler am Ende aller seiner Überlegungen.
Max Planck (1858 - 1947), deutscher Physiker
Tradition pflegen heißt nicht, Asche aufzubewahren, sondern die Glut am Glühen zu halten
Jean Jaurés (1859 - 1914), französischer Historiker, Philosoph und Politiker
Man sollte nicht die Nachkommen eines verdienten Mannes mit ihm ehren, sondern seine Vorfahren.
Carl Ludwig Schleich (1859 - 1922), deutscher Chirurg und Schriftsteller
Arbeit ist eine so faszinierende Sache, dass ich anderen stundenlang dabei zuschauen könnte.
Jerome Klapka Jerome (1859 - 1927), englischer Autor
Das Geheimnis des Erfolges ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen.
Der größte Feind der Qualität ist die Eile.
Jeder, der aufhört zu lernen ist alt - ob 20 oder 80. Jeder der weiterlernt bleibt jung.
Henry Ford (1863 - 1947), amerikanischer Erfinder und Autopionier
Wo die Nächstenliebe darin besteht, nichts Böses zu tun, ist sie von der Faulheit kaum zu unterscheiden.
Emil Gött (1864 - 1908), deutscher Schriftsteller
Der Gelehrte verallgemeinert, der Künstler unterscheidet.
Jules Renard (1864 - 1910), französischer Schriftsteller
Der Einfall ersetzt nicht die Arbeit.
Max Weber (1864 - 1920), dt. Soziologe, Jurist und Sozialökonom
Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
Otto Julius Bierbaum (1865 - 1910), dt. Journalist und Schriftsteller
Das schlimmste Übel, an dem die Welt leidet, ist nicht die Stärke der Bösen, sondern die Schwäche der Guten.
Romain Rolland (1866 - 1944), französischer Schriftsteller und Musikkritiker
Es gibt Berge, über die man hinüber muss, sonst geht der Weg nicht weiter.
Ludwig Thoma (1867 - 1921), deutscher Schriftsteller und Rechtsanwalt
Man merkt nie, was schon getan wurde, man sieht immer nur, was noch zu tun bleibt.
Marie Curie (1867 - 1934), polnisch-französische Physikerin und Chemikerin
Bevor man die Welt verändert, wär es doch wichtiger, sie nicht zugrunde zu richten.
Die Ordnung ist die Lust der Vernunft, aber die Unordnung ist die Wonne der Phantasie.
Paul Claudel (1868 - 1955), fränzösischer Schriftsteller, Dichter u. Diplomat
Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.
Die sieben Todsünden der Menscheit: Reichtum ohne Arbeit - Genuss ohne Gewissen - Wissen ohne Charakter - Geschäft ohne Moral - Wissenschaft ohne Menschlichkeit - Religion ohne Opfer - Politik ohne Prinzipien
Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.
Gutes kann niemals aus Lüge und Gewalt entstehen.
Liebe ist die stärkste Macht der Welt, und doch ist sie die demütigste, die man sich vorstellen kann.
Reich wird man erst durch Dinge, die man nicht begehrt.
Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft - vielmehr aus unbeugsamem Willen.
Was man mit Gewalt gewinnt, kann man nur mit Gewalt behalten.
Mahatma Gandhi (1869 - 1948), indischer Rechtsanwalt, Publizist und Pazifist
Es ist ein Gesetz im Leben: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich dafür eine andere.
Glaube denen, die die Wahrheit suchen und zweifle an denen, die sie gefunden haben.
André Gide (1869 - 1951), franz. Schriftsteller
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin) (1870 - 1924), russischer Staatsmann
Den Charakter eines Menschen erkennt man an den Scherzen, die er übel nimmt.
Eine Wahrheit kann erst wirken, wenn der Emfänger für sie reif ist.
Es gibt Menschen, die sich immer angegriffen fühlen, wenn jemand eine Meinung ausspricht.
Christian Morgenstern (1871 - 1914), deutscher Dichter und Schriftsteller
Die Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden.
Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht.
Rosa Luxemburg (1871 - 1919), deutsche Politikerin
Lüge in Kriegszeiten: Nach der Kriegserklärung ist die Wahrheit das erste Opfer. 1. Wir wollen den Krieg nicht. 2. Das gegnerische Lager trägt die alleinige Verantwortung für den Krieg. 3. Der Führer des Gegners hat dämonische Züge. 4. Wir kämpfen für eine gute Sache. 5. Der Gegner kämpft mit verbotenen Waffen. 6. Der Gegner begeht mit Absicht Grausamkeiten, bei uns handelt es sich um Irrtümer aus Versehen. 7. Unsere Verluste sind gering, die des Gegners enorm. 8. Angesehene Persönlichkeiten, Wissenschaftler, Künstler und Intellektuelle unterstützen unsere Sache. 9. Unsere Mission ist heilig. 10. Wer unsere Berichterstattung in Zweifel zieht, steht auf der Seite des Gegners und ist ein Verräter. (1928)
Arthur Ponsonby (1871 - 1946), britischer Staatsbeamter, Politiker, Schriftsteller und Pazifist
Die Weltgeschichte ist auch die Summe dessen, was vermeidbar gewesen wäre.
Menschen, die immer daran denken, was andere von ihnen halten, wären sehr überrascht, wenn sie wüssten, wie wenig die anderen über sie nachdenken.
Wenn sich alle Experten einig sind, ist Vorsicht geboten.
Zynismus ist das Ergebnis einer Verbindung von Bequemlichkeit und Machtlosigkeit.
Bertrand Russel (1872 - 1970), britischer Philosoph und Mathematiker
Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.
Alexis Carrel (1873 - 1944), französischer Chirurg
Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge, die sie schon hundertmal gehört haben, als eine Wahrheit, die ihnen völlig neu ist.
Alfred Polgar (1873 - 1955), österreichischer Schriftsteller
Dies ist die riesige moderne Irrlehre: die Menschenseele zu ändern, um sie den Verhältnissen anzupassen, anstatt die Verhältnisse zu ändern, um sie der Meschenseele anzupassen.
Golf: eine teure Variante des Murmelspiels.
Gilbert Keith Chesterton (1874 - 1936), britischer Schriftsteller u. Journalist
Das größte Argument gegen die Demokratie ist ein fünfminütiges Gespräch mit einem durchschnittlichen Wähler.
Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.
Ein Experte ist ein Mann, der hinterher genau sagen kann, warum seine Prognose nicht gestimmt hat.
Es kann geschehen, dass man hinfällt. Unverzeihlich ist es nur, wenn man liegen bleibt.
Ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe.
Winston Churchill (1874 - 1965), englischer Staatsmann
Eine schmerzliche Wahrheit ist besser als eine Lüge.
Thomas Mann (1875 - 1955), deutscher Schriftsteller
Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, in dem du deine Geisteshaltung änderst.
Es gibt zwei Möglichkeiten vor dem Elend des Lebens zu flüchten: Musik und Katzen.
Gebete ändern die Welt nicht. Aber Gebete ändern die Menschen. Und die Menschen verändern die Welt.
Viel Kälte ist unter den Menschen, weil wir nicht wagen, uns so herzlich zu geben, wie wir sind.
Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.
Albert Schweitzer (1875 - 1965), deutsch-französischer Arzt, Philosoph, Theologe, Organist, Musikwissenschaftler und Pazifist
In der Politik geht es nicht darum, recht zu haben, sondern recht zu behalten.
Machen Sie sich erst einmal unbeliebt, dann werden Sie auch ernst genommen.
Konrad Adenauer (1876 - 1967), deutscher Politiker und Staatsmann
Das Paradies pflegt sich erst dann als Paradies zu erkennen zu geben, wenn wir daraus vertieben wurden.
In der ganzen Welt ist jeder Politiker sehr für Revolution, für Vernunft und Niederlegung der Waffen - nur beim Feind, ja nicht bei sich selbst.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse (1877 - 1962), deutsch-schweizerischer Schriftsteller
Nichts ist im Menschen, auch im scheinbar aufgeklärtesten, fester verwurzelt als der Glaube an irgendwelche Autoritäten.
Das was war, wirkt auf uns allemal tiefer, als das, was ist.
Die Welt hat einen großen Bedarf an Menschen, die Unrecht für Recht ausgeben.
Egon Friedell (1878 - 1938)
Sometime they´ll giva a war and nobody will com (Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin)
Carl Sandberg (1878 - 1967), amerikanischer Dichter und Romanautor
Das Schönste, was wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.
Das Wichtigste im Leben ist, nicht aufhören zu fragen.
Das, wobei unsere Berechnungen versagen, nennen wir Zufall.
Der gesunde Menschenverstand ist nur eine Anhäufung von Vorurteilen, die man bis zum 18. Lebensjahr erworben hat.
Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.
Ein kluger Kopf passt unter keinen Stahlhelm.
Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vorneherein ausgeschlossen scheint.
Es gibt zwei unendliche Dinge, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich noch nicht ganz sicher.
Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.
Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.
Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig.
Keine Maus würde je eine Mausefalle erfinden.
Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistung.
Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.
Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was sagt dann ein leerer Schreibtisch über den Menschen, der ihn benutzt aus?
Wenn man zwei Stunden lang mit einem Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. Das ist Relativität.
Wer sein eigenes Leben und das seiner Mitmenschen als sinnlos empfindet, der ist nicht nur unglücklich, sondern kaum lebensfähig.
Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind.
Albert Einstein (1879 - 1955)
Wie kann ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?
Edward Morgan Forster (1879 - 1970), engl. Erzähler
Unter den Menschen gibt es viel mehr Kopien als Originale.
Pablo Picasso (1881 - 1973)
Demokratie, die Praxis der Selbstregierung, ist ein Vertrag, in dem sich freie Menschen verpflichten, die Rechte und Freiheiten der Mitbürger zu achten.
In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auch auf diese Weise geplant war.
Franklin D. Roosevelt (1882 - 1945), 32. Präsident der Vereinigten Staaten
Alle reden vom Wetter, aber keiner unternimmt was dagegen.
Als ich die Hebamme sah, die mich empfing, war ich sprachlos - Ich habe diese Frau in meinem ganzen Leben noch nie gesehen.
Da habe ich ein Leben lang Angst vor dem Sterben gehabt - und jetzt das!
Das ist wie bei jeder Wissenschaft, am Schluss stellt sich dann heraus, dass alles ganz anders war.
Das muss man dem Frühling hoch anrechnen: Alle Jahre besingen ihn die Dichter und er kommt trotzdem wieder.
Der Mensch is guad, de Leit´ san schlecht.
Ein Optimist ist ein Mensch, der die Dinge nicht so tragisch nimmt, wie sie sind.
Es gibt in unserer Gegenwart zwei Weiterleben nach dem Tod - eines im Jenseits und eines im Kino.
Es hat keinen Sinn, Kinder zu erziehen, sie machen sowieso alles nach.
Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
Fremd ist der Fremde nur in der Fremde.
Früher war sogar die Zukunft besser.
Gar nicht krank, ist auch nicht gesund.
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und trotzdem den Mund halten.
Heute in mich gegangen - auch nichts los!
Heute ist die gute alte Zeit von morgen.
Heute mache ich mir eine Freude und besuche mich selbst. Hoffentlich bin ich daheim.
Hoffentlich wirds nicht so schlimm, wie´s schon ist.
Humorüberfluss entfernt unter Garantie das Finanzamt.
Ich bin auf Sie angewiesen, aber Sie nicht auf mich! Merken Sie sich das!
Ich freue mich heute noch, dass es mir gelungen ist, den heutigen Tag noch zu erleben.
Ich freue mich wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Ich kenne keine Furcht. Es sei denn ich bekäme Angst.
Ich möchte nicht, dass mich Bekannte erkennen.
Ich weiß nicht mehr genau, war´s gestern oder war´s im vierten Stock oben.
Ich wünsche Ihnen ewige Gesundheit und einen guten Hausarzt.
I sag gar nix. Das wird man doch noch sagen dürfen.
Jedes Ding hat drei Seiten. Eine positive, eine negative und eine komische.
Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.
Kunst kommt von können und nicht von wollen, sonst hieße es ja Wunst.
Man soll die Dinge nicht so tragisch nehmen, wie sie sind.
Mein Magen tut mir weh, die Füße tun mir weh, mein Hals ist entzündet - und ich selbst fühl´ mich auch nicht wohl.
Mögen hätt ich schon wollen, aber dürfen habe ich mich nicht getraut.
Nenn mich nicht Walentin, du nennst ja auch nicht deinen Vater Water.
Sicher ist, dass nichts sicher ist, drum bin ich vorsichtshalber misstrauisch.
Über kurz oder lang kann das nimmer länger so weitergehen, außer es dauert noch länger, dann kann man nur sagen, es braucht halt alles seine Zeit und Zeit wär´s, dass es bald anders wird.
Und der Schlüssel liegt drin! Ja, wie biste denn da rauskomma? Ja, zuerst bevor ich drin zugesperrt hab, bin ich noch schnell rausgesaust.
Was ein Häkchen werden will, krümmt sich bei Zeiten, natürlich habe ich mich auch sofort gekrümmt, bis heute und jetzt bin ich ein alter Haken, der sich unmöglich noch grad biegen lässt.
Wer am Ende ist, kann von vorne anfangen, denn das Ende ist der Anfang von der anderen Seite.
Zuerst wartete ich langsam, dann immer schneller.
Karl Valentin (1882 - 1948), deutscher Komiker
Verbringe deine Zeit nicht mit der Suche nach einem Hindernis, vielleicht ist keines da.
Franz Kafka (1883 - 1924), österreichisch-tschechoslowakischer Schriftsteller
Du kannst deinen Kindern deine Liebe geben, nicht aber deine Gedanken. Sie haben ihre eigenen.
Khalil Gibran (1883 - 1931), libanesisch-US-amerikanischer Dichter, Philosoph und Maler
Das menschliche Talent, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch jenes übertroffen, ihn (wieder) zu zerstören.
Um zu verstehen, wohin wir gehen, müssen wir zuerst begreifen, woher wir kommen.
Wer immer die Wahrheit sagt, kann sich ein schlechtes Gedächtnis leisten.
Theodor Heuss (1884 - 1963), deutscher Politker
Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.
Curt Goetz (1888 - 1960), deutscher Schauspieler u. Bühnenautor
Um richtige Entscheidungen für die Zukunft zu treffen, sollte die Vergangenheit bekannt sein.
Carl von Ossietzky (1889 - 1938), dt. Journalist, Schriftsteller und Pazifist
Wenn die Menschen niemals etwas Dummes täten, geschähe auch nichts Vernüftiges.
Ludwig Wittgenstein (1889 - 1951), Philosoph österreichischer Herkunft
Verzicht nimmt nicht. Verzicht gibt. Er gibt die unerschöpfliche Kraft des Einfachen.
Martin Heidegger (1889 - 1976), deutscher Philosoph
An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser.
Die Jugend wäre eine schöne Zeit, wenn sie erst später im Leben käme.
Charlie Chaplin (1889 - 1977), britischer Schauspieler
Das Volk versteht das meiste falsch; aber es fühlt das meiste richtig.
Es gibt vielerlei Lärme. Aber es gibt nur eine Stille.
Kluge Leute können sich dumm stellen, das Gegenteil ist schwieriger.
Toleranz ist der Verdacht, dass der andere Recht hat.
Kurt Tucholsky (1890 - 1935), deutscher Journalist u. Schriftsteller
Glücklichsein ist die beste Schule für gute Manieren. Nur Unglückliche sind grob.
Christopher Morley (1890 - 1957), amerikanischer Schriftsteller
Tempo ist oft in Zeichen dafür, dass es abwärts geht.
Josef Magnus Wehner (1891 in Bermbach - 1973)
Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.
Pearl S. Buck (1892 - 1973), US-amerikanische Schriftstellerin
... Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles fest in der Hand behalten. (geäußert Anfang Mai 1945 in Berlin bei seiner Rückkehr aus Moskau)
... Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten. (geäußert am 15.06.1961 anlässlich einer Pressekonferenz zu einem von der UdSSR beabsichtigten Friedensvertrag betr. des zukünftigen Status von West-Berlin. - Die "Mauer" wurde dann am 13.08.1961 doch errichtet)
Walter Ulbricht (1893 - 1973), DDR-Politiker
Zwei Grundrezepte kennt die Welt: Zeit heilt und, zweitens, Zeit ist Geld. Mit Zeit, zuvor in Geld verwandelt, ward mancher Fall schon gut behandelt. Doch ist auch der nicht übel dran, der Zeit in Geld verwandeln kann. Und, nicht von Wirtschaftsnot bewegt, die Krankheit - und sich selber - pflegt. Doch bringt´s dem Leiden höchste Huld, verwandelst Zeit du in Geduld.
Eugen Roth (1895 - 1976), deutscher Lyriker
Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen. Wenn wir zu hoffen aufhören, kommt, was wir befürchten, bestimmt.
Ernst Bloch (1895 - 1977), deutscher Philosoph
Beim Kompromiss gibt man vor, dass man nachgibt.
Willy Reichert (1896 - 1973), dt. Komiker und Volksschauspieler
Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen.
Carlo Schmidt (1896 - 1979), deutscher Politiker (SPD)
Intelligenz ist die Fähigkeit, seine Umgebung zu akzeptieren.
William Faulkner (1897 - 1962), amerikanischer Schriftsteller
Albernheit ist eine Erholung von der Umwelt.
Peter Bamm alias Curt Emmerich (1897 - 1975), dt. Schriftsteller
Ein Kompromiss, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, dass jeder meint, er habe das größte Stück bekommen.
Ludwig Erhard (1897 - 1977), dt. Politiker und Wirtschaftswissenschaftler
Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Kommunist. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschaftler. Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.
Martin Niemöller (1897 - 1984), deutscher evangelischer Theologe
Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten. (Offener Brief an die deutsche Künstler und Schriftsteller, 1951).
Ich rate, lieber mehr zu können, als man macht, als mehr zu machen, als man kann, bis man so viel macht, wie man kann.
Jeder möge sein eigener Geschichtsschreiber sein, dann wird er sorgfältiger und anspruchsvoller leben.
Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft.
Schwierigkeiten werden nicht dadurch überwunden, dass sie verschwiegen werden.
Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.
Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war.
Bertold Brecht (1898 - 1956)
Die gefährlichste Form der Zensur ist die Schere im eigenen Kopf.
Curzio Malaparte (1898 - 1957), italienischer Schriftsteller und Jounalist
Man braucht zwei Jahre um sprechen zu lernen und fünfzig, um schweigen zu lernen.
Ernest Hemingway (1899 - 1961), US-amerikanischer Schriftsteller
Das Leben ist immer lebensgefährlich.
Freunde, nur Mut! Lächelt und sprecht: Die Menschen sind gut, bloß die Leute sind schlecht.
Gestern standen wir noch vor dem Abgrund, heute sind wir bereits einen gewaltigen Schritt weiter.
Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt ist ein Mensch.
Wenn´s doch Mode würde zu verblöden! Denn in dieser Hinsicht sind sie groß.
Erich Kästner (1899 - 1974), deutscher Schriftsteller
Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.
Gustav Heinemann (1899 - 1976), deutscher SPD-Politiker
Geh nicht nur die glatten Straßen. Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.
Antoine de Saint Exupéry (1900 - 1944)
Der Mensch ist in der Lage, sich vieleierlei Bedingungen anzupassen, doch wenn sie seiner menschlichen Natur zuwiderlaufen, ändert er die bestehenden Verhältnisse - andernfalls stumpft er ab.
Erich Fromm (1900 - 1980), deutsch-US-amerikanischer Psychoanalytiker, Philosoph u. Sozialpsychologe
Ich bin nämlich eigentlich ganz anders, aber ich komme nur so selten dazu.
Ödön von Horvath (1901 - 1938), ungarischer Schriftsteller
In der Politik ist es manchmal wie in der Grammatik: Ein Fehler den alle begehen, wird schließlich als Regel anerkannt.
André Malraux (1901 - 1976), französischer Politiker und Schriftsteller
Die Befriedigung der eigenen Neugier ist eine der größten Quellen von Glück im Leben.
Linus Pauling (1901 - 1994), US-amerikanischer Chemiker
Es gab einmal ein Zeitalter - es war das griechische - da war der Mensch das Maß aller Dinge. Heute sind die Dinge das Maß aller Menschen.
Werner Finck (1902 - 1978), deutscher Kabarettist
Wenn wir vorhersehen könnten, was wir wissen werden, wüssten wir es schon.
Karl Popper (1902 - 1994), österreichisch-britischer Philosoph
Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.
George Orwell (1903 - 1950), engl. Schriftsteller u. Journalist
Nur wenn das, was ist, sich ändern kann, ist das was ist, nicht alles.
Theodor W. Adorno (1903 - 1969), deutscher Philosoph und Soziologe
Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlung verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden.
Hans Jonas (1903 - 1993), deutsch-amerikanischer Philosoph
Höflichkeit ist der Versuch, Menschenkenntnis durch gute Manieren zu mildern.
Jean Gabin (1904 - 1976), französischer Schauspieler
Die Natur lässt sich nicht ändern, außer dass man sich ihr fügt.
Gregory Bateson (1904 - 1980), angloamerikanischer Anthropologe, Biologe, Sozialwissenschaftler, Kybernetiker u. Philosoph
Frei sein heißt zum Freisein verurteilt sein.
Jean-Paul Sartre (1905 - 1980), franz. Romancier, Dramatiker u. Philosoph
In der Demokratie ist eine abweichende Meinung ein Akt des Vertrauens.
James William Fulbright (1905 - 1995)
Es gilt die "Trotzmacht des Geistes" zu entwickeln, die Fähigkeit, im richtigen Augenblick "Nein" zu sagen.
Toleranz besteht nicht darin, dass man die Ansicht eines anderen teilt, sondern nur darin, dass man dem anderen das Recht einräumt, überhaupt anderer Meinung zu sein.
Viktor E. Frankl (1905 - 1997), österr. Neurologe u. Psychiater
Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.
Dietrich Bonhoeffer (1906 - 1945), dt. lutherischer Theologe und Widerständler
Die radikalsten Revolutionäre werden einen Tag nach der Revolution Konservative.
Hannah Arendt (1906 - 1975), dt. Philosophin, Soziologin u. Politologin
Die Phantasie der Männer reicht bei weitem nicht aus, um die Realität Frau zu begreifen.
Anna Magnani (1908 - 1973), italienische Schauspielerin
Vorurteile sind das Allerhaltbarste, was es in der menschlichen Seele gibt.
Alexander Mitscherlich (1908 - 1982), deutscher Psychoanalytiker
Auch innerhalb eines Systems, was man grundsätzlich bejahen kann, ... auch in solch einem System ist es Aufgabe der Christen, nicht nur Beifall zu klatschen. Und nicht der Obrigkeit zu vertrauen. Ein Grundsatz der Demokratie ist Misstrauen gegen Obrigkeit.
Der Westen verführt zur Unmenschlichkeit, das System des Ostens zwingt zur Unmenschlichkeit.
Ein Sozialist kann ein Christ sein, aber jeder Christ muss ein Sozialist sein.
Es steckt ja in uns allen, dass man erleben kann, wie biedere Menschen sich auf einmal in grausame Bestien verwandeln. Wir sind alle daran beteiligt, der eine durch die Feigheit, der andere durch die Bequemlichkeit, die allem aus dem Weg geht, manche durch das Vorübergehen, das Schweigen, das Augen zu machen, oder die Trägheit des Herzens.
Oben zu stehen und nach unten zu schauen, verächtlich nach unten schauen zu können. Darauf beruht unsere gesamte Gesellschaftsordnung. Dadurch werden Leistungen hervorgerufen.
Helmut Gollwitzer (1908 - 1993), dt. Theologe, Schriftsteller u. Sozialist
Eine Diktatur ist eine Regierung, bei der man in Gefahr gerät, sitzen zu müssen, wenn man nicht hinter ihr stehen will.
Stanislaw Jerczy Lec (1909 - 1966), polnischer Lyriker
Erfolg steigt nur zu Kopf, wenn dort der entsprechende Hohlraum vorhanden ist.
Heinz Erhardt (1909 - 1979), dt. Schauspieler und Schriftsteller
Wirtschaft ist wie ein Fahrrad: es hält nur die Balance, wenn es fährt.
Peter F. Drucker (1909 - 2005), österreichisch-amerikanischer Ökonom
Einsamkeit und das Gefühl unerwünscht zu sein, ist die schlimmste Armut.
Mutter Teresa (1910 - 1997), nordmazedonische Ordensschwester und Missionarin
Unverantwortlich ist, wenn Verantwortliche keine Sachkunde und Sachkundige keine Verantwortung haben.
Arno Sölter (1911 - 1987)
Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.
Max Frisch (1911 - 1991), schweizerischer Schriftsteller und Architekt
Krisen sind Angebote des Lebens, sich zu wandeln. Man braucht noch gar nicht zu wissen, was neu werden soll. Man muss nur bereit und zuversichtlich sein.
Luise Rinser (1911 - 2002), deutsche Schriftstellerin
Unsere Ethik darf nicht hinter der Entwicklung der Technik zurückbleiben, unsere wahrnehmende Vernunft nicht hinter unserem analytischen Verstand, unsere Liebe nicht hinter unserer Macht.
Das demokratische System, zu dem unser Staat sich bekennt, beruht auf der Überzeugung, dass man den Menschen die Wahrheit sagen kann.
Carl Friedrich von Weizsäcker (1912 - 2007)
Die Leute, die das Gras wachsen hören, sind meistens diesselben, die es gesät haben.
Peter Frankenfeld (1913 - 1979), dt. Schauspieler u. Entertainer
Die Brille ist der Sieg der Neugier über die Eitelkeit.
Wenn die Menschen nur über Dinge reden würden, von denen sie etwas verstehen - das Schweigen wäre bedrückend.
Robert Lembke (1913 - 1989), dt. Journalist u. Fernsehmoderator
Der Respekt vor dem mündigen Bürger verlangt, dass man ihm Schwierigkeiten nicht vorenthält.
Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts.
Willy Brandt (1913 - 1992), deutscher SPD-Politiker
Die Zivilation geht ihrem Ende zu, wenn die Landwirtschaft aufhört eine Lebensform zu sein und zur Industrie wird.
Nicolás Gómez Dávila (1913 - 1994), kolumbianischer Philosoph
Glück ist Gesundheit und ein schlechtes Gedächtnis.
Ingrid Bergman (1915 - 1982), schwedische Filmschauspielerin
Viele Menschen sind gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.
Orson Welles (1915 - 1985), amerikanischer Regisseur und Schauspieler
Der Krieg ist für die Reichen, der Mittelstand muss ihn begleichen, der Arbeiterstand stellt die Leichen.
Ernst Kuhlmann (1916 - 1940), deutsche Theologiestudent und Märthyrer
Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: Keine Bildung.
John F. Kennedy (1917 - 1963), US-amerikanischer Präsident
Frei zu sein bedeutet nicht nur, seine eigenen Fesseln zu lösen, sondern ein Leben zu führen, das auch die Freiheit anderer respektiert und fördert.
Unser größter Ruhm ist nicht, niemals zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen.
Nelson Mandela (1918 - 2013), südafrikanischer Freiheitskämpfer und Staatsmann
Die Demokratie lebt vom Kompromiss. Wer keine Kompromisse machen kann, ist für die Demokratie nicht zu gebrauchen.
Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden.
Helmut Schmidt (1918 - 2015), deutscher SPD-Politiker
Immer wieder behauptete Unwahrheiten werden nicht zu Wahrheiten, sondern, was schlimmer ist, zu Gewohnheiten.
Oliver Hassenkamp (1921 - 1988), dt. Kabarettist und Schauspieler
Ideologie ist eine Ordnung auf Kosten des Denkens.
Friedrich Dürrenmatt (1921 - 1990), schweizer Schriftsteller, Dramatiker und Maler
Bildung ist nicht auf die Schule begrenzt. Sie geht unerbittlich weiter bis ans Lebensende.
Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen.
Peter Ustinov (1921 - 2004), britischer Schauspieler
Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.
Paul Watzlawick (1921 - 2007)
Die Werbung schenkt uns neue Bedürfnisse und nimmt uns Stück für Stück die eigene Sprache.
Iring Fetscher (*1922), Politikwissenschaftler
Mancher ist nur zynisch, um Distanz zu halten und um nicht unter die Räder zu kommen.
Rudolf Augstein (1923 - 2002), dt. Journalist, Verleger u. Publizist
Amerika hat keine dauerhaften Freunde oder Feinde, nur Interessen.
Neue Leute dürfen nicht Bäume ausreißen, nur um zu sehen, ob die Wurzeln noch dran sind.
Kontrolliere das Öl und du beherrschst die Nation, kontrolliere die Nahrung und du beherrschst die Menschheit. Wer die Macht über das Saatgut hat, braucht keine Waffen mehr!
Henry A. Kissinger (*1923), US-amerikanischer Politiker
Altern ist ein hochinteressanter Vorgang: Man denkt und denkt und denkt - plötzlich kann man sich an nichts mehr erinnern.
Eine gute Ehe fördert die Nebenbeschäftigung mit Hobbys. Eine schlechte Ehe noch mehr.
Ephraim Kishon (*1924), israelischer Satiriker
Wenn man vor dem Abgrund steht, dann ist der Rückschritt ein Fortschritt.
Friedensreich Hundertwasser (1928 - 2000), österreichischer Künstler
Zukunft braucht Herkunft
Odo Marquardt (1928 - 2015), deutscher Philosoph
Etwas von allen Seiten betrachtet, heißt noch lange nicht, an den Kern zu gelangen.
Tilly Boesche-Zacharowski (*1928), deutsche Schriftstellerin
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.
Hans Magnus Enzensberger (*1929), dt. Dichter u. Schriftsteller
Wer die Erde nicht respektiert, zerstört sie, wer nicht alles Leben so wie das eigene respektiert, wird zum Mörder. Der Mensch glaubt manchmal, er sei zum Besitzer, zum Herrscher erhoben worden. Das ist ein Irrtum. Er ist nur ein Teil des Ganzen. Seine Aufgabe ist die eines Hüters, eines Verwalters, nicht die eines Ausbeuters. Der Mensch hat Verantwortung, nicht Macht. Wir denken bei jeder Entscheidung an die siebte der kommenden Generationen. Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Menschen nach uns, die noch ungeborenen Generationen, eine Welt vorfinden, die nicht schlechter ist als die unsere - und hoffentlich besser.
Oren Loyens (*1930), Onondaga-Häuptling
Wer nicht über die Zukunft nachdenkt, wird keine haben.
Heiner Geißler (1930 - 2017), deutscher Politiker
Ein gutes Geschäftsergebnis ist viel strärker von dem Boot abhängig, in dem Sie sitzen, als von der Effizienz, mit der Sie rudern.
Warren Buffett (* 1930), US-amerikanischer Unternehmer
An den Frieden denken heißt an die Kinder denken.
Michail Gorbatschow (1931 - 2022), sowjetisch-russischer Politiker
Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen. Wer die Gegenwart nicht versteht, kann die Zukunft nicht gestalten.
Hans-Friedrich Bergmann (*1934)
Der Mensch lebt als würde er nie sterben, dann stirbt er und hat nie wirklich gelebt.
Die schwierigste Zeit in unserem Leben ist die beste Gelegenheit innere Stärke zu entwickeln.
Dalei Lama (* 1935)
Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
Karl Lagerfeld (1935 - 2019), deutsch-französischer Modeschöpfer
Der Mensch besteht aus zwei Teilen - seinem Gehirn und seinem Körper. Aber der Körper hat mehr Spaß.
Woody Allen (*1935), US-amerikanischer Filmregisseur, Autor, Schauspieler und Komiker
Jede Versicherung hat zwei Seiten: Auf der Vorderseite wird man versichert. Und auf der Rückseite wird man verunsichert.
Viele Menschen hinterlassen Spuren, nur wenige hinterlassen Eindrücke.
Werner Mitsch (1936 - 2009), deutscher Schriftsteller u. Aphoristiker
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.
Vaclav Havel (1936 - 2011), tschechischer Schriftsteller, Menschenrechtler u. Politiker
Was für ein Gefühl muss der Tropfen haben, der das Fass zum Überlaufen bringt.
Nikolaus Cybinski (*1936), deutscher Pädagoge
Der Neoliberalismus in der heutigen Form hat ausgedient! Wenn wir nicht radikal umdenken, werden die Umweltzerstörung und die sozialen und wirtschaftlichen Ungleichgewichte weiter zunehmen und die Veränderungen irgendwann auf anderem Wege kommen - durch gewalttätige Konflikte oder Revolutionen etwa.
Wir dürfen zukünftig nicht nur das Finanzkapital im Blick haben, sondern auch das Naturkapital und das menschliche Kapital.
Klaus Schwab (*1938), deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Gründer des Weltwirtschaftsforums in Davos
Wenn alle Menschen auf der Erde so leben würden wie die Deutschen, bräuchten wir die Ressourcen von drei Planeten.
Meinhard Miegel (*1939), dt. Sozialwissenschaftler u. Publizist
Die Evolution geht ziemlich langsam nirgendwo hin.
Michael Ruse (*1940)
Mehr denn je sind Kultur und Bildung entscheidende Elemente für unser Zusammenleben - oder noch zugespitzter ausgedrückt - für unser Überleben.
Klaus-Dieter Lehmann (*1940), Präsident des Goethe-Instituts, 2013
Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.
John Lennon (1940 - 1980), britischer Musiker und Komponist
Ohne Abweichung von der Norm ist kein Fortschritt möglich.
Frank Zappa (1940 - 1993), US-amerikanischer Musiker
In Machtfülle leidet Mitgefühl mächtig.
Michael Marie Jung (*1940)
Das Pseudonym Gottes, wenn er nicht unterzeichnen will, ist der Zufall.
António Lobo Antunes (*1942), portugies. Psychiater und Schriftsteller
Man sollte nur denen gehorchen, die etwas zu sagen haben, nicht denen, die das Sagen haben.
Erhard Blanck (*1942), dt. Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler
Das Gegenteil der Heiligen sind nicht die Sünder, sondern die Scheinheiligen.
Glenn Glose (*1947), US-amerikanische Schauspielerin
Zur Befriedigung ihres nimmersatten Lebenstils haben die industriealisierten Länder giftige Abgase in die Atmosphäre gepumpt und die ganze Welt in eine Notlage gebracht, bei der es mittlerweile um unser aller Überleben geht.
Tafue M. Lusama, Bischof der vom Klimawandel bedrohten Pazifikinsel Tuvalu
Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Rauchen doch nicht schädlich ist. Gezeichnet Dr. Malboro
Otto Waalkes (*1948), deutscher Komiker, Musiker, Schauspieler u. Regisseur
Und immer dann, wenn man sich so richtig für etwas begeistert, wenn es einem unter die Haut geht und man etwas besonders gut hinbekommen hat, wird im Mittelhirn eine Gruppe von Nervenzellen bewegt. Die schütten dann an den Enden Botenstoffe aus. Zum Leidwesen aller tapferen Pflichterfüller und ordentlichen Funktionierer passiert das nie im Routinebetrieb des Gehirns, wenn man all das abarbeitet, was anliegt, sondern nur in diesem wunderbaren Zustand der Begeisterung.
Gerald Hüther (*1951), Neurobiologe, 2011
Das große Problem mit dem Fortschritt ist - auch die Nachteile entwickeln sich weiter.
Die meisten Menschen haben vor einer Wahrheit mehr Angst als vor einer Lüge.
Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer und Schriftsteller
Wenn Menschen Macht haben, ist es naiv anzunehmen, sie würden sie uneigennützig einsetzen.
Bruce Charlton, britischer Evolutionsforscher
Wir tendieren dazu, zu viel Lob über jene clevere Person zu schütten, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort war
Matt Ridley (*1958), britischer Unternehmer und Politiker
Im Kapitalismus kann jeder reich werden, ... aber nicht alle!
Volker Pispers (*1958), deutscher Kabarettist
Unsere Wirtschaft muss sich grundlegend verändern. Sie muss deglobalisiert, re-regionalisiert und entschleunigt werden. Z.B. muss die Arbeitszeit verkürzt werden, um zu verhindern, dass zahllose Jobs dem technischen Fortschritt zum Opfer fallen. Nicht nur die Gewerkschaften sollten das anstreben, sondern auch kluge Firmenchefs.
Erwerbsarbeit und Care-Arbeit müssen fair geteilt werden, das gehört zur nachhaltigen Ökonomie integral dazu.
Derr Staat muss mit einem Steuersystem regulierend eingreifen, welches die unternehmerische Kraft fördert, aber die Kluft zwischen Arm und Reich mindert.
Reinhard Loske (*1959), deutscher Volkswirtschaftler, Nachhaltigkeitsforscher und ehem. Politiker
Nur durch eine Überwindung der Kultur der Maßlosigkeit können wir zu Klimaschutzergebnissen kommen.
Niko Paech (*1960), deutscher Umweltökonom
Frage an ihn: "... Was ist falsch daran, die Wahrheit zu sagen?" Antwort von ihm: "Die Wahrheit zu sagen führt in vielen Fällen zum politischen Tod. Ich bitte Sie!"
Karl Lauterbach (* 1963), deutscher Mediziner und Politiker
Die meisten Menschen haben viel mehr Angst vor ihrem persönlichen Ende als vor dem Ende der Menschheit.
Richard David Precht (* 1964), deutscher Philosoph und Publizist
Menschen brennen nicht für Kompromissse. Sie brennen für Grundsätze und Haltungen.
Christian Kern (*1966), österreichischer Manager und ehem. Politiker
Führungskräfte mit Macht verhalten sich tendenziell wie Menschen mit einem Hirnschaden.
Dacher Keltner (*1967), US-amerikanischer Psychologe
In deutschen Konzernen werden oft nicht die ehrlichsten Mitarbeiter befördert, sondern die Kopfnicker und Ja-Sager.
Martin Wehrle (*1970), deutscher Journalist und Karriereberater
Sprichwörter
Bürokratie ist die Kunst, das Mögliche unmöglich zu machen. (Javier Pasqual Secado)
Chancen gehen nie verloren: Die die man selbst nicht nutzt, nutzten andere.
Das schlechteste Rad am Wagen knarrt am meisten.
Der Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand (Mongolisches Sprichwort)
Der Herrgott gab den Europäern die Uhr und den Afrikanern die Zeit. (Afrikanisches Sprichwort)
Die Ameise hält das Johanniswürmchen für ein großes Licht.
Die beste Zeit einen Baum zu pflanzen war vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (Keniatisches Sprichwort)
Die Klage ist der Gruß des Kaufmannes.
Die Leute sagen immer, die Zeiten werden schlimmer. Die Zeiten bleiben immer, die Leute werden schlimmer. (Alte Hausinschrift)
Die Mutter der Dummen ist immer schwanger.
Es gibt keinen Ketzer, der nicht seinen Glauben hat. (Niederländisches Sprichwort)
Es ist besser, das zu überschlafen, was du zu tun beabsichtigst, als dich von dem wachhalten zu lassen, was du getan hast. (Afrikanische Weisheit)
Es ist schön der Gegenwart zu gefallen, besser aber ist es, der Zukunft zu genügen.
Hochmut geht zu Pferde aus und kehrt zu Fuße heim.
Kein Pflug hält wegen eines Sterbenden an. (Flämisches Sprichwort)
Kommt die Macht, so fällt das Recht in Acht.
Man bespricht nicht den Preis des Fisches, der noch im Meer ist. (Kurdisches Sprichwort)
Sprichwörter sind wie Medizin. Einige wirken sofort, andere muss man erst verdaut haben, um die Wirkung zu erfahren.
Wäge den Feind nach seinen Worten und den Freund nach seinen Taten. (Spruchweisheit aus Schweden)
Wenn der Himmel einen Menschen erschaffen hat, muss es auch eine Aufgabe für ihn geben. (Chinesisches Sprichwort)
Wenn dieses Haus solange steht. Bis auf der Welt der Neid vergeht. So steht es nicht gewisse Zeit. So steht´s in alle Ewigkeit. (Hausspruch im Harz)
Wenn dir das Leben eine Zitrone überreicht - mach Limonade daraus.
Was du nicht willst, was man dir tut, das füg auch keinem anderen zu. (Volksmund)
Wenn du merkst, dass das Pferd auf dem du sitzt tot ist, so steige ab. (Indianische Weisheit)
Wenn man aufhört anzufangen, fängt man an aufzuhören.
Wenn man das Alte erforscht, erkennt man das Neue. (Spruchweisheit aus Indien)
Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern.
Wer den Himmel auf Erden sucht, hat in Geografie nicht richtig aufgepasst.
Wer immer das letzte Wort haben will, spricht bald mit sich allein. (Bretonisches Sprichwort)
Woran erkennt man einen Pionier? An den Pfeilen im Rücken!
Zum Schweigen fehlen die passenden Worte.